Handyphotos mit Lightroom CC aufwerten – Tutorial

Ein Tool was bisher völlig an mir vorbeigegangen war, ist Lightroom von Adobe. Erst seit meine Frau sich vor einer Weile die 6er Version für ihr Laptop erstanden hat und ich damit ein bisschen rumgespielt habe, finde ich es interessant wie man seine Fotos damit aufwerten kann. Mit Lightroom CC gibt es eine kostenfreie Version für Android und iOS Handys und Tablets. Gegen Gebühr kann man den Funktionsumfang erweitern, aber auch die Basisfunktionen sind schon nett.

Vor kurzem schneite es in Köln. Das ist tatsächlich eher selten und auch dieses Mal war das Vergnügen nur von kurzer Dauer: Nach gut 3-4 Stunden war nur noch Matsch übrig. Wir nutzten den Moment und ich machte dabei folgenden Schnappschuss mit meinem Telefon:

Schon ganz nett, weil einfach ungewohnt. Aus Langeweile installierte ich mir Lightroom CC auf meinem Tablet und spielte ein bisschen rum. Am Ende ist es wahrscheinlich Geschmackssache, aber mir gefällt das Resultat aufgrund seiner kälteren Farbstimmungen, angepasster Kontraste, der Schärfe und Dynamik deutlich besser:

Was dabei in Lightroom einzustellen ist, variierte natürlich von Szene zu Szene und ist abhängig von dem Ergebnis, das man erreichen möchte und dem eigenen Geschmack. Mir war hier der Blauton wichtig, das die Kontraste deutlicher werden und dass das Weiß klar rüber kommt. Folgende Einstellungen habe ich dazu verwendet:

Das Licht

Über die Belichtung kann man die allgemeine Belichtung des Bildes anheben oder absenken. Zieht man den Wert für „Lichter“ nach oben, so werden alle hellen Bereiche noch heller. Über die „Tiefen“ kann man dunkle Bereiche aufhellen oder abdunkeln. Mit „Weiß“ und „Schwarz“ werden Weiß- und Schwarzpunkte nach oben oder unten geschoben, was mehr Dynamik zur Folge hat.

Die Farbe

Im Bereich „Farbe“ habe ich den Weißabgleich korrigiert und das Bild dadurch blauer und somit kühler erscheinen lassen. Man sieht das ich den Wert nur auf -16 gesetzt habe: Oftmals ist weniger mehr.

Über die Dynamik und die Sättigung habe ich dann im Anschluss noch für etwas mehr Dramatik gesorgt.

Die Effekte

Lightroom CC bringt auch ein Effekte-Reiter mit. Hier habe gar nicht so viel gemacht: Auch die „Klarheit“ sorgt für mehr Flavour im Bild. Das muss man einfach mal ausprobieren, aber auch hier gilt: Nicht übertreiben!

Mit dem Entfernen des Dunstes hab ich den Nebel etwas zu meinen Gunsten beeinflussen können. Das sind aber nur Nuancen. Die Vignette ist noch ein Effekt, der sehr häufig verwendet wird. Wenn man von Vignettierung redet, spricht man von einer Abdunklung oder einer Aufhellung an den Rändern eines Fotos, die durch das verwendete Objektiv entsteht. Eigentlich etwas, was man nicht unbedingt haben möchte, ist es als bewußt eingesetzter Effekt oft sehr ansehnlich. Hier aber auch nur in homöopathischen Dosen eingesetzt.

Details

Im Bereich „Detail“ lassen sich fast zum Schluß noch Optimierungen am Bild vornehmen. So habe ich hier noch ein bisschen mehr Schärfe ins Bild gebracht. Wo was wie stark geschärft wird lässt sich über die Regler darunter einstellen. Genau so kann man ein mögliches Rauschen im Bild versuchen zu minimieren mit der Rauschreduzierung.

Im allerletzten Reiter kann man dann noch Objektivkorrekturen vornehmen. Das habe ich aktiviert. Dabei versucht die Software beispielsweise Verzerrungen die durch das Objektiv der Kamera entstanden sind, zu korrigieren.

Am Ende ist das nur ein konkretes Beispiel dafür, wie ich dieses spezielle Bild bearbeitet habe. Da die Software kostenfrei ist, kann man aber ja einfach mal ein bisschen rumspielen und testen, was aus den eigenen Bildern noch rauszuholen ist.

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